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Lauter Gewohnheiten
Jeder von uns, hat Bilder, auf die er zu Recht stolz ist. Doch die Bilder, mit denen man nicht
zufrieden ist, sollten genauer untersucht werden, was und warum etwas falsch beziehungsweise nicht
wirkungsvoll ist. Es lassen sich nur Fehler vermeiden, wenn das, was den Erfolg des Bildes verhindert,
als Fehler erkannt wird nach dem Motto "nur die Fehler, die man selbst gemacht hat, können erkannt werden.
Ungenaues scharf einstellen
Dieser Fehler ist dank perfekter AF-Kameras fast verschwunden und doch ...
Hobbyfotografen legen die Bildschärfe gerne dahin, wo der Hauptpunkt, der Höhepunkt ihres Interesses
am Motiv ist. Das liefert in sehr vielen Fällen, speziell bei gestalteten Aufnahmen, nicht genügend
scharfe Motiv-Vordergründe. Für einen Betrachter ist jedes Bild besser lesbar, wenn die Schärfe da anfängt,
wo das Motiv, also der Grund für die Aufnahme räumlich beginnt. Ein nicht ganz scharfer Motiv-Beginn ist
immer störend, Unschärfe, die sich hinter dem Hauptmotiv entwickelt ist niemals störend, da sie durch unsere Sehgewohnheiten
etwa durch die Luftperspektive, erklärbar sind. Hier ist auch nicht das
Fotografieren mit selektiver Schärfe gemeint, denn das ist ja ein offensichtlicher Sprung von Unschärfe
zu Schärfe. Störend ist die schleichende Unschärfe manches Motivteils, das vor der Scharfeinstellebene liegt.
Schief halten
Irritierend und damit störend wirkt es auch, wenn der Horizont etwa der Übergang vom Himmel zum Wasser
nicht parallel zur Bildbegrenzung verläuft. Eine Einstellscheibe mit Koordinaten minimiert
das Risiko, da jeder Fotograf ganz automatisch waagerechte Linien parallel ausrichtet. Jede Abweichung davon, stört das Innere Harmoniebedürfnis.
Störende Verzeichnung
Aus logischen Gründen und gering stürzend, stört selten ansonsten: Wenn stürzende Linien, dann richtig.
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